Zeit für Veränderung – Volksbank Raesfeld und Erle präsentiert Rückblick auf 2025 und Ausblick auf morgen
Rückblick auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2025 / Generalversammlung beschließt vier Prozent Dividende
Raesfeld. Die Volksbank Raesfeld und Erle blickte am vergangenen Dienstag auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück. Den Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr legten Vorstand und Aufsichtsrat der Bank auf der diesjährigen Generalversammlung vor den Mitgliedern ab. Mehr als 300 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung in die Festscheune Hecheltjen‘s Hof. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte die Bank auch im Jahr 2025 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. „Auch in einem anspruchsvollen Jahr bleiben wir für unsere Mitglieder und Kunden ein starker und relevanter Partner“, betonte Marcus Feldhaar, Vorstandsmitglied, mit Blick auf die Zahlen des Berichtsjahres.
Jan-Bernd Seier, Aufsichtsratsvorsitzender der Bank, eröffnete die Versammlung, stellte dabei besonders den Mut für Veränderungen in den Fokus und dass es Zeit wäre diese anzugehen. Anschließend übergab er das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Oliver Cichowski. „Zeit für Veränderung - Ich glaube, dieses Motto beschreibt sehr treffend, was viele von uns empfinden.“ Folgend führte er aus „Denn wir leben in einer Zeit, in der sich vieles verändert – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich und auch im Blick auf die Anforderungen an Banken.“ Daher sei es gerade jetzt wichtiger denn je, dass man sich auf Dinge verlassen könne, welche Halt geben. In diesem Sinne führt er auch die Werte der Volksbank Raesfeld und Erle eG an, welche seit je her die Grundlage der Bank bilden, und dies auch künftig tun sollen: Verlässlich, regional, engagiert.
„Das Berichtsjahr 2025 war wirtschaftlich und gesellschaftlich erneut kein einfaches Jahr“, berichtete Cichowski. Die konjunkturelle Schwäche wäre deutlich zu spüren gewesen, gerade auch in einer Region in der sich kaum Großunternehmen, sondern primär Handwerksbetriebe, Selbständige und kleine bis mittlere Unternehmen fänden, würde sich eine solche Schwäche sehr deutlich bemerkbar machen.
Auch Vorstandmitglied Marcus Feldhaar griff das Motto „Zeit für Veränderung“ in seinem Bericht auf: „Veränderung hat 2025 stattgefunden – aber sie hat unser Kerngeschäft nicht geschwächt.“ Anschließend stellte er die wichtigsten Kennzahlen des Jahresabschlusses vor: Die Bilanzsumme war zum Stichtag 31.12.2025 zwar leicht rückläufig, dennoch konnte die durchschnittliche Bilanzsumme trotz der anhaltenden strukturellen Herausforderungen und Besonderheiten des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Diese stieg von rund 340 Mio. Euro auf knapp 346 Mio. Euro.
Das gesamte betreute Kundenvolumen, also die Summe aus dem bilanziellen und außerbilanziellen Kredit- und Anlagevolumen, ist im Jahr 2025 von rund 767 Mio. Euro auf etwa 785 Mio. Euro gestiegen.
Das betreute Kundenanlagevolumen wuchs zum 31.12.2025 um fast 19 Mio. Euro auf knapp 418 Mio. Euro, während das bilanzielle Kundenkreditvolumen konstant blieb. Dies sei „sicher kein dynamisches Wachstumsbild“, dennoch betonte Feldhaar, dass dies vor dem Hintergrund der Herausforderungen im Jahr 2025 durchaus ein bemerkenswert belastbares Ergebnis sei. Und das trotz außergewöhnlicher Rahmenbedingungen.
Ein Faktor dieser Rahmenbedingungen war die Regulatorik und ihre Auswirkungen. Eine turnusmäßige Sonderprüfung, die ungefähr alle 10 Jahre durchgeführt wird, brachte nicht nur erhebliche finanzielle Aufwendungen mit sich, sondern auch entsprechend gebundene Mitarbeiterkapazitäten, die für die intensive Prüfungsvor- und Nachbereitung notwendig waren. Diese Kapazitäten konnten in dieser Zeit nicht den Kundinnen und Kunden gewidmet werden. Der Vorstand betont, dass sich die Prüfungsfeststellungen in einem sehr hohen Maße auf Formalien und Dokumentationserfordernissen beziehen würden.
Der Vorstand bedankte sich bei den Mitgliedern für das erfolgreiche Geschäftsjahr und hob das deutliche Wachstum der Geschäftsguthaben hervor. „Immer mehr Mitglieder bringen sich aktiv in unsere Bank ein.“ Feldhaar kündigt an: „Wer unsere Bank mitträgt, soll spüren, dass sich diese Verbundenheit auszahlt.“ Der vom Vorstand unterbreitete Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sah eine Dividendenausschüttung von 4,00 % auf die Geschäftsguthaben vor. Die Mitglieder unterstrichen mit ungeteilter Zustimmung für diesen Vorschlag das Engagement, welches die Bank aufwendet, um ihren Mitgliedern eine attraktive Rendite zu bieten.
Vorstandsmitglied Michael Weddeling eröffnete seine Präsentation mit dem zentralen Thema der zukünftigen Ausrichtung der Bank und erläuterte, wie man sich durch effizientere Prozesse und innovative digitale Lösungen weiterhin attraktiv für Bestands- und Neukunden positionieren möchte. Dabei gab er wertvolle Einblicke in die optimierte Prozessgestaltung, die sowohl eine Entlastung für die Mitarbeitenden als auch einen Mehrwert für die Kunden schafft. Im weiteren Verlauf beleuchtete er die Chancen und Risiken, die sowohl der digitale Euro als auch Künstliche Intelligenz mit sich bringen.
Vorstandmitglied Ralf Steiger nutzte anschließend in seinem Part die Gelegenheit um auf die zunehmend wachsende Gefahr von Betrugsfällen aufmerksam zu machen. Er berichtete anschaulich und alltagsbezogen von verschiedenen Praxisfällen. Er erläuterte zudem, wie man sich am besten schützen kann und welche Warnsignale auf einen Betrugsversuch frühzeitig hinweisen. Zum Abschluss betonte Steiger. „Wir werden unsere Mitglieder und Kunden auch in Zukunft nicht allein lassen und werden alles dafür geben, um durch unsere Arbeit Betrugsfälle zu erkennen und zu verhindern“, denn gute Bankarbeit hieße nicht nur finanzieren und verwalten, sondern auch bewahren und begleiten.
Die Aufsichtsratsmitglieder Birgit Romeiß-Geuting und Georg Göllmann wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Diese bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen und nahmen die Wahl an.
Der Abend endete mit einem unterhaltsamen Bühnenprogramm von Erasmus Stein.